Klaus-Rüdiger Landowsky
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[bearbeiten] Vita
Klaus-Rüdiger Landowsky, geboren 1942 in Berlin, ist ein Politiker der Partei CDU und war bis 2001 Chef der landeseigenen Bank BerlinHyp. Weil Klaus-Rüdiger Landowsky enorme Macht besaß und anscheinend Einfluß auf viele schmutzige Geschäfte in Berlin hatte, wird er auch der "Pate von Berlin" genannt. Eine Verantwortlichkeit für den Tod von Lars-Oliver Petroll, den erhängt im Grunewald aufgefundenen ehemaligen EDV-Chef der Aubis, kann bisher jedoch nicht festgestellt werden.
[bearbeiten] Karriere
Nach Ende seines 1962 begonnenen Jura-Studiums an der FU Berlin, das er 1972 mit dem zweiten Staatsexamen abschloß, wurde Klaus-Rüdiger Landowsky von 1971 an Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, war von 1985 bis 1991 Generalsekretär der Berliner CDU, von 1991 bis 2001 Fraktionsvorsitzender der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus und von 1993 - 2001 Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp. 2001 wurde Klaus-Rüdiger Landowsky als politisch Hauptverantwortlicher des Berliner Bankenskandals, der das Land Berlin 1,8 Mrd Euro Soforthilfe, eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 1,8 Mrd Euro sowie eine Bürgschaft über 21,6 Mrd Euro gekostet hat, von allen Ämtern zurückgetreten.
[bearbeiten] Korruption
Seit dem 29. Juli 2005 sitzt Landowsky neben 12 weiteren Angeklagten auf der Anklagebank vor der 36. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin im Hauptverfahren des Berliner Bankenskandals wegen des Verdachtes durch die Aufstockung eines Immobilienkredites um 222 Millionen Mark an die Parteifreunde Christian Neuling und Klaus Wienhold von der Fa. Aubis 1996 bis 1997 das Vermögen der Berlin-Hyp gefährdet zu haben, worin die Staatsanwaltschaft den Straftatbestand der ungesicherten Kreditvergabe verwirklicht sieht.
[bearbeiten] Haftstrafe zur Bewährung
Am 21.03.2007 wurde Klaus-Rüdiger Landowsky in erster Instanz vom LG Berlin wegen Untreue in Zusammenhang mit der Kreditvergabe zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Nach seiner Verurteilung steht nach Informationen des Berliner Kurier außer der CDU-Bundestagsabgeordneten Monika Grütters zwar kaum noch jemand öffentlich zu Klaus-Rüdiger Landowsky, Sorgen um seine Zukunft muss sich Klaus-Rüdiger Landowsky angesichts 20.000 Euro monatlicher Altersbezüge jedoch nicht machen.
[bearbeiten] Seilschaften
Klaus-Rüdiger Landowsky war gemeinsam mit Peter Kittelmann Mitglied der schlagenden Verbindung Sängerschaft Borussia zu Berlin. Mit Eberhard Diepgen, der Mitglied der Burschenschaft Saravia war, verband Klaus-Rüdiger Landowsky seit der Studienzeit eine enge Freundschaft.
[bearbeiten] Politik
Klaus-Rüdiger Landowsky verglich 1997 Obdachlose mit Ratten, die schädlich für Berlin seien, und forderte deren Beseitigung.
[bearbeiten] Links
Berliner Kurier am 23.03.2007: Der Ex-Chef der BerlinHyp kassiert im Monat 20.000 Euro
Netzeitung am 21.03.2007: Bewährungsstrafe im Berliner Bankenprozess
R-Archiv am 21.03.2007: »Bankenaffäre« Schwamm drüber?
Berlin kriminell: Das Millionending
Mein Parteibuch: Eberhard Diepgen in Neukölln und Ratten im Abgeordnetenhaus
Mein Parteibuch: Landowsky vor Gericht, Diepgen jedoch nicht
Buchtip zu Lars Oliver Petroll: Tod im Milliardenspiel
3SAT-Rezension: Tod im Milliardenspiel
Umbruch-Bildarchiv: Bilder vom "Ratten-Plakat"
TAZ: Landowsky - Chronik einer Karriere