Peter Struck
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Person
Peter Struck, geboren 1943 in Göttingen) ist ein deutscher Politiker der Partei SPD aus Celle in Niedersachsen.
Von 2002 bis 2005 war er Bundesminister der Verteidigung. Von 1998 bis 2002 war und seit 2005 ist Struck erneut Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
[bearbeiten] Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur 1962 studierte Struck Rechtswissenschaft in Göttingen und Hamburg. Er beendete sein Studium 1967 mit dem ersten und 1971 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen. 1971 erfolgte auch seine Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit Jugenddelinquenz und Alkohol. Er trat dann als Regierungsrat in die Hamburgische Verwaltung ein. Bis 1972 war er persönlicher Referent des Präsidenten der Universität Hamburg. Bis 1973 war er dann in der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg tätig. Ab 1973 amtierte er als stellvertretender Stadtdirektor der Stadt Uelzen. Seit 1983 ist er als Rechtsanwalt zugelassen.
[bearbeiten] Familie
Peter Struck ist verheiratet und hat drei Kinder.
[bearbeiten] Partei
Seit 1964 ist er Mitglied der SPD.
[bearbeiten] Abgeordneter
Seit 1980 ist Peter Struck Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1990 bis 1998 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1998 bis Juli 2002 war er Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Peter Struck erhielt bei der Bundestagswahl 2005 46,7% der Stimmen und ist damit direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 44 (Celle-Uelzen). Seit dem 21. November 2005 ist er wieder Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag. Er wurde mit 94% der Stimmen gewählt.
[bearbeiten] Öffentliche Ämter
Seit dem 19. Juli 2002 gehört er als Bundesminister der Verteidigung der Bundesregierung an. Unter seiner Führung bekam die Bundeswehr im Mai 2003 neue Verteidigungspolitische Richtlinien (VPR). Die Kernaussage dieser Richtlinien hatte Struck bereits am 4. Dezember 2002 am Beispiel des Afghanistan-Einsatzes erläutert mit den umstrittenen Worten: „Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt.“
Im Juli 2004 erlitt Peter Struck einen Kreislaufkollaps, der zu einer mehrwöchigen Arbeitsunterbrechung führte.
Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt.
[bearbeiten] Sozial-Kürzer
Im Mai 2006 forderte Peter Struck die Kürzung der Grundsicherungsleistungen (Hartz IV, ALG II).
[bearbeiten] Fragliche Internetkompetenz
Fragen von Kinderreportern des ARD Morgenmagazins zum Thema Internet beantwortete Peter Struck im Juni 2007 reichlich ausweichend.
[bearbeiten] Abschuss von Andrea Ypsilanti
Peter Struck unterstützte im März 2008 die Kampagne von Springerpresse und Transatlaniktern zum Abschuss von Andrea Ypsilanti[1].
[bearbeiten] Zitate
“Jeder weiß, man kann im Parlament nicht so abstimmen, wie man das im Augenblick gerade für richtig hält”[2]
[bearbeiten] Video
Kinderreporter beim ARD Morgenmagazin im Juni 2007: Kinder fragen Politiker nach dem Internet (via Netzpolitik.org)
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Mein Parteibuch am 07.03.2008: Politik der Saboteure
- ↑ Mein Parteibuch am 14.06.2007: “nur ihrem Gewissen unterworfen”
[bearbeiten] Weblinks
Die Zeit 2003: Porträt von Peter Struck
Handelsblatt am 20.05.2006: Politiker wollen bei Hartz IV kürzen