Uwe Barschel
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[bearbeiten] Persönliches
Uwe Barschel, geboren am 13.05.1944 in Glienicke/Nordbahn, gestorben am 11.10.1987 in Genf, war ein deutscher Politiker der Partei CDU. Aus der am 07.07.1973 mit Freya von Bismarck geschlossenen Ehe gingen vier Kinder hervor. Uwe Barschel war der Bruder von Eike Barschel und ein Cousin des überraschend verstobenen Bernd Barschel.
[bearbeiten] Politkarriere
[bearbeiten] Partei
Uwe Barschel war seit 1960 Mitglied der Jungen Union und seit 1962 auch der CDU. Von 1967 bis 1971 war er Landesvorsitzender der Jungen Union in Schleswig-Holstein. 1969 wurde er Stellvertretender Landesvorsitzender der CDU. Von 1973 bis 1981 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg.
[bearbeiten] Ämter
Am 1. Januar 1979 wurde er von Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg zum Finanzminister ernannt. Nach der Landtagswahl im Frühjahr 1979 übernahm er am 1. Juli 1979 das Amt des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein. Nachdem Gerhard Stoltenberg am 4. Oktober 1982 zum Bundesminister der Finanzen in der von Bundeskanzler Helmut Kohl geleiteten Bundesregierung ernannt worden war, wurde Uwe Barschel am 14. Oktober 1982 als sein Nachfolger zum Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein gewählt und blieb dies bis zu seinem Rücktritt nach einem falschen Ehrenwort am 02.10.1987.
[bearbeiten] Skandal
Am Sonnabend vor der Wahl, dem 13. September 1987, wurde bekannt, dass Der Spiegel in seiner am Montag nach der Wahl erscheinenden Ausgabe berichten werde, dass Barschel, nach Informationen des wegen Verleumdung vorbestraften Medien-Referenten Reiner Pfeiffer, eine Verleumdungskampagne gegen seinen Herausforderer Björn Engholm initiiert habe.
[bearbeiten] Tod
[bearbeiten] Flugzeugabsturz Mai 1987
Am 31. Mai 1987, kurz vor Beginn des Wahlkampfs für die Landtagswahl 1987, überlebte Barschel einen Flugzeugabsturz auf dem Flughafen Lübeck-Blankensee nur knapp. War der inner marker abgeschaltet ? Hat der Pilot eine manuelle Sichtlandung vornehmen müssen ? Warum war der IM abgeschaltet ? Der IM innermarker wurde während der Britischen Besatzungszeit auf dem Flughafengelände Blankensee installiert. Nach dem Absturz wurde erst 1989 das ILS marker beacon wieder in Betrieb genommen ?
[bearbeiten] Tod in Genf
Am 11. Oktober 1987, einem Sonntag, wurde Uwe Barschel von zwei Stern-Reportern tot und voll bekleidet in der Badewanne seines Zimmers 317 im Hotel Beau-Rivage in Genf aufgefunden, wobei die Umstände bis heute ungeklärt sind. Der ehemalige israelische Geheimagent Victor Ostrovsky ist der Ansicht, dass der israelische Geheimdienst Mossad beim Tod von Uwe Barschel die Finger mit im Spiel hatte und durch den Tod von Uwe Barschel sichergestellt war, dass er nicht über geheime israelische Waffengeschäfte plaudern konnte, die über Schleswig-Holstein abgewickelt wurden.
[bearbeiten] Mordermittlungen
Der Leitende Oberstaatsanwalt Heinrich Wille aus Lübeck, der den Fall jahrelang untersuchte, ist, wie er im Juni 2007 erklärte, von einem Mord überzeugt, konnte aber die Täter nicht stellen. Er kritisierte seine früheren Vorgesetzten, die ihn seinerzeit bei der späten Aufnahme der Mordermittlungen im Jahr 1994 nicht ausreichend unterstützt hätten. Über den Fall ein Buch zu veröffentlichen, wurde ihm von seinem Vorgesetzten verboten, da er sein dienstlich erworbenes Wissen nicht privat vermarkten dürfe.
[bearbeiten] Zitate
„Über diese Ihnen gleich vorzulegenden Eidesstattlichen Versicherungen hinaus gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holsteins und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort, ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.“ (Uwe Barschel auf einer Pressekonferenz am 18. September 1987)
[bearbeiten] Bücher
Victor Ostrovsky 1996 bei Goldmann: Geheimakte Mossad
[bearbeiten] Weblinks
R-Archiv am 03.10.2007: »Uwe Barschel« und der BND
R-Archiv am 05.08.2007: »BND-Journalistenaffäre« lautloses Töten
R-Archiv am 20.07.2007: »Uwe Barschel« die Spur des Geldes
Gerhard Wisnewski am 28.06.2007: Der verletzte und der unverletzte Barschel
n-tv am 23.06.2007: "Kann nur Mord gewesen sein"
Andreas Förster am 15.04.1997 in der Berliner Zeitung: Der lange Schatten
Andreas Förster am 10.10.1994 in der Berliner Zeitung: Ein geheimnisvoller Fund im Geraer Stasi-Archiv
Feuerwehr Krummesse zum 01.06.1987: Flugzeugbrand auf dem Flugplatz Lübeck-Blankensee